Übersicht Motoröl – Sorten und Bezeichnungen

Moin Sportsfreunde!

Welche Sorte Motoröl nehme ich und was bedeutet überhaupt die Angabe 15W-40? Diese Fragen hat sich der ein oder andere mit Sicherheit schon mal gestellt. In diesem Artikel wird die Grundfunktion des Motoröls kurz erläutert, was die Viskosität ist, welche Sorten Motoröl es gibt, was man unter den Angaben auf den Verpackungen versteht und wie man Altöl entsorgt. Los geht’s!

Aufgaben und Grundinformationen des Öls

Grundsätzlich ist Öl notwendig, um bewegliche und aneinander reibende Teile zu schmieren. Die Reibung wird reduziert, der Verschleiß und das Risiko vor Schäden wird minimiert. Das Motoröl dient zusätzlich als Kühlmittel. Es nimmt die erzeugte Wärmeenergie auf und führt diese über den Ölkreislauf ab. Die regelmäßige Ölstandskontrolle ist Pflicht, ebenso wie der vorgschriebene Ölwechsel-Intervall des Herstellers, den durch Verbrennungsrückstände und Metallabrieb verliert das Öl die Schmierfähigkeit. Genauso wichtig ist die Viskosität, denn Motorradmotoren drehen meist höher und schmieren zusätzlich das Getriebe mit, was z. B. bei Pkws separat geschieht. Getriebeöl ist ein Spezialöl nur für Getriebe. Es hält nicht so hohen Temperaturen stand, hat eine geringere Viskosität (ist dünnflüssiger/fließfähiger) und muss i.d.R während des Lebenszsyklus eines Pkws nie gewechselt werden. Zudem haben Getriebe einen nicht so hohen Verschleiß wie Motoren.

Viskosität

Grunsätzlich bezeichnet die Viskosität die Zähflüssigkeit. Je höher die Viskosität, desto dickflüssiger ist das Öl. Je niedriger die Viskosität, desto dünnflüssiger ist das Öl bei gleichen Bedingungen.

Additive

Additive sind Zusatzstoffe, die dem Motoröl beigemengt werden, um die Eigenschaften des Öl zu verbessern. Es gibt chemisch und physikalisch wirkende Additive. Durch Additive wird z. B. die Korrosionsbeständigkeit verbessert, Schlammbildung oder das Schäumen des Öls verhindert.

Ölsorten
Mineralisches Öl:

Mineralisches Öl wird aus Erdöl gewonnen und ist ein schlichtes Motoröl. Diesem werden Additive hinzufügt, um die Eigenschaften und die Leistung zu verbessern. Es ist sehr preiswert und ist eher für ältere Fahrzeuge geeignet, da die moderneren Motorenöle deren Dichtungen angreifen würden.

Vollsynthetisches Öl:

Synthetische Öle werden aus einzelnen chemischen Bestandteilen zusammengesetzt, jedoch können einige chemische Bestandteile aus Erdöl stammen. Durch eine gleichmäßge Molekülstruktur ist das Öl sehr rein und chemisch stabil, dadurch können die Additive besser wirken. Vollsynthetische Öle halten höhere thermische Belastungen aus, weisen bessere Schmiereigenschaften auf und sind langlebiger. Für Motorräder vor den 70er jahren sollte kein synthetisches Öl verwendet werden, sondern wie oben beschrieben mineralisches Öl.

Teilsynthetisches Öl:

Teilsynthetische Öle basieren auf mineralischen Ölen, denen ein gewisser Anteil an vollsynthetischen Ölen beigemischt wird. Dadurch entstehen wichtige Eigenschaften wie Schmiereigenschaft und Temperaturbeständigkeit. Teilsynthetisches Öl ist preiswerter als vollsynthetisches Öl und kann i.d.R bei den meisten Fahrzeugen eingesetzt werden.

Bezeichnungen der Öle (15W-40 etc.)

Die Öle werden nach der SAE-Klassifikation eingeteilt (SAE bedeutet Society of Automotive Engineers = Verband der Automobilingenieure). Diese Klassifikation beschreibt die Zähflüssigkeit des Öls und den Temperaturbereich, indem es zum Einsatz kommen kann. Das W in der Bezeichnung steht für Winter, somit darf es im Sommer und im Winter eingesetzt werden (z. B. 15W-40). Je geringer die Zahl mit/vor dem W, desto fließfähiger ist das Öl bei Kälte. Je höher die Zahl ohne/nach dem W, desto belastbarer ist das Öl bei hohen Betriebtemperaturen. Hier könnt Ihr die genauen Angaben nachschauen.

Entsorgung:

Motoröl ist Sondermüll, hochgiftig und umweltschädlich, daher ist eine fachgerechte Entsorgung notwendig. Die Altölverordnung (AltölV) regelt den Umgang mit Altöl. Die Rückgabestellen oder Entsorgungsstationen dürfen Altöle nur annehmen, wenn diese nicht durch andere Stoffe (z. B. Bremsflüssigtkeit) verunreinigt wurden oder nicht mit anderen unterschiedlichen Ältölen vermischt wurden. Als Anlaufstellen zur Abgabe des Altöls können Händler und Werkstätten aufgesucht werden oder die Abgabestellen von der Gemeinde. Für Mengen bis ca. 20 Liter ist dies kostenlos bei der Gemeinde, bei Händlern muss der Kaufbeleg des Öls vorgelegt werden.

Weitere Hinweise:
  1. Es gibt 2-Takt und 4-Takt Öle. Beides sind Motorenöle, jedoch mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Dazu folgt ein separater Artikel.
  2. Vor dem Kauf von des Öls immer ins Handbuch schauen, welches Öl der Hersteller vorgibt oder empfiehlt (bzgl. Sorte und Viskosität).
  3. Den Motor immer warm fahren!

Hier könnt hier Öl für euer Schmuckstück kaufen!

Wenn Ihr Fragen, Anregungen oder Wünsche habt, meldet Euch einfach über das Kontaktformular bei mir oder schreibt es in die Kommentare.

Registriert Euch und folgt mir auf Instagram, Facebook und YouTube, dann verpasst Ihr keinen Artikel und bekommt fette Bilder und Videos zu sehen.

 

#bin ich ölig, bin ich fröhlich

Euer Dö

image_pdfimage_print

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*